Herbstfahrt 2001

Hallo Freunde,
die Planung der heurigen Herbstausfahrt gleicht einer Schwangerschaft: erst meint man, es wird ein strammer Nachwuchsbiker und die Monate ziehen sich so dahin, dann stellt sich heraus, dass es nix ist mit dem NB, stattdessen setzen die Wehen ein, eine echte Sturzgeburt zeichnet sich ab. Aber: alles geht letztendlich gut und eine noch strammere Bikerin kommt zum Vorschein!

Nun, Spaß beiseite: Wir haben endlich ein Ziel und -was noch viel schwieriger war- ein Quartier gefunden, das alle zufrieden stellen könnte, den Landgasthof "Jägerblick" in Fremdingen / Raustetten bei Nördlingen. Der Gasthof verfügt über Doppel- und Mehrbettzimmer mit Dusche, WC und Fernseher. Das Essen dort ist vorzüglich (eigene Hausschlachtung) und reichlich.
Der Preis pro Übernachtung mit Bauernfrühstück liegt für das Doppelzimmer bei 50.- DM pro Person, im Mehrbettzimmer wird es etwas günstiger.
Schon die Anfahrt über die schwäbische Barockstrasse und die romantische Strasse ist ein Leckerbissen. Ganz schnelle sind auf der Autobahn A7 bis Aalen oder Ellwangen auch gut bedient.
Für Samstag gibt's einen Ritt übers Land über Harburg (eine der schönsten Burganlagen Süddeutschlands), Wemding nach Treuchtlingen. Von dort im Altmühltal entlang zur Uni-Stadt Eichstätt und weiter nach Beilngries. Die Rückfahrt könnte über Weißenburg und den Naturpark "Ries" erfolgen. Für Sonntag bietet sich die Begehung der mittelalterlichen Stadt Nördlingen (fast vollständig erhaltene Stadtmauer!) mit der Besteigung des "Daniels" an und eine Besichtigung der Basilika in Neresheim. Sie ist das große architektonische Vorbild für die Kirche in Weiler!
Einen kleinen Haken hat die Geschichte aber doch noch (siehe Geburtseinleitung!)
Wegen eines Stadtfestes in Nördlingen bekommen wir das Quartier erst ein Wochenende später, also vom 21. bis 23. September!

Also, bis bald, Euer Erwin + Oskar
 

Routenplan:

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s´ Protokoll

Organisiert hot diese Fahrt
d´r Oskar Wucher mit r´er Kart

Scho i d´r Planung war as so,
fahre due´ ba - aber wo.

A Schwangerschaft deam käm a´s gli
Weh´ta seien ziemle stark scho gsie.

Durch a Sturzgeburt, hot er is gschribe,
dei´s is in´s Ries na driebe.


Des Wetter war scho wochawies
des kama sage, ziemlich mies.

Z´ Röthebach duß hot´s nocher richtig gosse
des hot au bis zur Donau nab no b´schosse.

Drum hot ba bei d´r Baywa duß
sich ghörig eipackt für den Guß.

Allerdings hot diese Pause Juttas Karre dann misbraucht,
isch numma gloffe, hot blos no ghuschtet, gstotteret und g´faucht.

Mit viel schiebe, beatle und v´rliede,
war der Motorkarre denn au wieder z´friede.


d´Route wie vom Lehrer us´studiert
und peinlich sauber uf´notiert.

War wirklich prächtig jo famos
do hot d´r Oskar scho was los.

Is´r Gruppe war it mol so klei
Bauer´s Armin war d´r bei.

Vorna weck d´r Oskar Wucher,
dann d´Jutta mit dem Schlaglochsucher.

I d´r. Mitte i mit meiner Holdin
am Schluß d´r Lerry mit der Goldwin

und hinda noche, des war nix bledes
d´r BaggerHelmut mit sim Mercedes.

Noch einer Pause im Kaffee gings weiter dann
d´r zua kam dann Martin und Birgit mit´m Gspann


Im Quartier dann angekommen
do hon i mir au vorgenommen.

Ab bitzle wäsche kinscht di glei
und juck in´d Duschkabine nei.

Und wia des Wasser auf mi ra kut fallt mir ei.
daß i überhaupt kui Soife ho d´r bei.

Ich ho denn einfach ungeniert
den Hane solang drangsaliert.

Bis us deam harmlose Wasserstrich
fascht an Dampfstrahler wore isch.

Die Unterkunft die war scho nobel
do war sogar a Zimmer do für isa´n Hobel.

Zoabet ind d´r Wirtschaft waret alle wieder bei a nand.
Au diea wo schneller waret weil se´s ket hond halt presant.


Am nächschte Morge noch e´m Eassa
simmer auf die Beck nauf gsaesse

und nach Oskar´s Planungsliste
auf die Motorradfahrer pischte

S´Weatter war grad ideal
für a Fahrt in´s Altmühltal

Am Afang hots a klei an Neabl g´het
aber glei war d´Sunne do und d´r Neabl weck


Für d´Bildung homm´r au was dong
und sind d´s Eichstett in d´r Dom

Noch am kleine Bumml durch die Stadt
gings dann weiter mit der Altmühlfahrt


Um d´Mittagszeit do isch as g´scheah
i fahr isam Haufe hinterher.

Guck an kluine Augeblick of d´Sitte
und glei wieder z´ruck auf Stroßemitte.

Do siehn i vor mir blos no d´Jutta Glocker
und die ischt ganz allui mit ihrer Chopper.

Die ander sind für uns unverständlich
rechts weck an a Wirtschaft die war ländlich.

Mir hond umdräht, und sind au an d´Wirtschaft na.
daß ma halt auch mit dena ander i´kehre ka.


Of´m Huimweg zu unserm Domizil
waret´s in iser Gruppe „Oskar“numma viel.

Darum hot ma kurz und Bündig
die ursprünglich Planung einfach aufgekündigt.

Und isch g´fahre einfach so,
hauptsächle d´r Nähe noh.

Neabeher des muß i scho no sage,
hom mir a Usbildung erfahre,

mir kenntet ohne daß i übertreib
zur Bundeswehr als Kradmelder heit.


Of uimol war in iser Gruppe
nicht mehr Oskar Leiter dieser Truppe

D´r Martin mit si´m Gspann
war zmol ganz vorne drann.

Ob wohl die Stroßa allat eger wore sind,
isch er g´fahre wie d´r Erlkönig mit si´m Kind

I denk mir no der kennt ´se us drum fahrt er aus so wild.
No wo´n i Denk, do bremsed er und zoiget of a Schild.

Des war so a rundes, weises, mit am rote Rand.
Do derf ma gar it durch, wenn i des reacht v´rstand.

Auf des na hommer a Zigerettepause g´machet
hon ab bitzle g´frotzlet und au g´lachet.


Mir hond dann au ganz ohne Läscht und Not
a Stroß denn gfunde wo´s weiter got.

Auf der Stoß war viel Verkehr
und Armin´s Roller war scho sehr.

Dr. Oskar wartet auf a Lucke um auf die Stoß zum fahren .
zmohl wird er von Armin´s bissigem Roller angefallen.

Er verbeißt sich in Oskar´s Nummernschild,
und wirft d´Armin auf d´Stroß wie wild.

Zum Glück hots kuim was gröbers dong,
so daß iser Fahrt hot kinne weiter gong.


Und Zobet, des war so ausgemacht,
hot d´r Wirt a wilde Sau geschlacht.

D´r Bistro-Heinz bestellt statt Spätzle of si´m Teller
Kroketten in a Schüssel für sein Keiler

un i hon denk, des isch für alle
und gnomme grad mit G´falle.

D´Sau hot g´schmeckt es war a Freid,
Blos Kirchmeier´s Michl hot no g´muit,

Ob des alles Wildsau war, do müaß ma froge,
am andere Morge hör i kuine Hund, des duat mi bloge.

Am Huimfahre in Nördlinge hommer Kultur no g´nosse.
und sind um die halb Stadt auf d´r. Mauer gloffe.

Sind auf d´Daniel uffe gschlabuchet und wieder ra,
und noch ar Raucherpause wieder zue d´Motorräder na.

Det hot sich der Haufe dann aufgelöst
und jeder ischt anderscht huimwärts gepest.

Ab Ulm hot´s wieder zum Renge a g´fange
D´r Himmel war wieder g´hörig verhange.

Des Wetter hommer aber vom Herfahre scho kennt
drum hot sich vo i´s auch kuiner was denkt.

Manch uoner hot kriet a feuchtes Gesäß
i Hoff mit träfet is wieder im Motorradhäs.

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