Rheima-Riders Hausband 02. und 03.12.2005

aus der Westallgäuer Zeitung vom 05.12.05
Kleinkunstpreis für "Rheima-Riders"

Erwin Feurle und Peter Kirchmaier begeistern zusammen mit Klaus Malek ihr Publikum in Scheffau (dj)


Gemeinsam sind sie unausstehlich, aber für die Adventszeit unentbehrlich. Auch in die­sem Jahr spuckten die zwei (B)Engelchen Erwin Feurle und Peter Kirchmaier, alias Rheima-Riders-Hausband, Gift und Galle. Ziel­scheibe des Spottes war natürlich der Gastgeber der „Advenf z Comedy", Scheffau.  Musikalisch eingestimmt und ausgeläutet wurde der Abend von den „Hobelbankmusikern" aus Roggenzeil. Seit Wochen waren beide Auftritte in der Festhalle ausverkauft.

Was wäre aber die „Spätpubertierende Motorradgang" ohne ihren Anheizer Klaus Malek, selbst ernannter „uin Wasemooser Alui?" Der hatte es wieder mal faustdick hinter den Ohren (hat er etwa bei Eller's Hermine zuviel vom Chauteau Migraine getrunken?), denn er lästerte querbeet durch die örtliche Politik- und Wirtschaftsprominenz.

Zuerst hatte er Mitleid mit dem Federvieh auf dem Scheffauer Wappen: „Der Giggeier hat wohl grad die Vogelgrippe überstanden". Beim Spaziergang durch den Ort suchte er vergeblich nach dem „Kaufhaus" („des war frieher so a netter Schaufensterbummel durch Scheffau") und landete dann bei seiner Hermine, die ihrem Hund „Bellkartoffel" gibt und jetzt eine Auszeichnung in der Zeitschrift „Übergeben leicht gemacht" erhielt. Lieber Wasemooser, dem Grinsen der anwesenden Wirtin nach hast du bei deinem nächsten Besuch etwas Besonderes zu erwarten.

Leader-Fürst und Kanonenschlag

vergrößern Schlimmer geht's nimmer? Weit gefehlt, denn jetzt stürzten die zwei Rheima-Riders re­gelrecht auf die Bühne - mit dem Motorrad natürlich und schickten Giftpfeile in Rich­tung Prominententisch. Gar eine Postbotma­fia gibt es in Scheidegg so nach dem Prinzip: „Bisch no bei der Post oder etwa scho Bürgermeister?" Natürlich konnten da die Scheidegger Oberhäupter Georg Schmid (1. Bürgermeister) und Hans Rädler (3. Bürgermei­ster) nur kräftig lachen, so wie ihr Amtskolle­ge, Johann Zeh aus Lindenberg, den die Komödianten den „Leaderplus-Fürst" nann­ten, der es nicht leicht mit dem Kanonenschlag (Böller) im Stadtrat hat. vergrößern


Was wären die Riders ohne ihre deftigen Trinksprüche? Kostprobe gefällig? „Willst du keinen Streit und Ärger, sprich mit keinem Lin
denberger." Oder: „Flog der Gast über die Schanze, kam er abends nicht zum Tanze", klar eine Anspielung auf die geplante Sprungerlebniswelt an der Scheidegger Schanze. Neu­es ließ der Peter verlauten, man habe einen Hauptsponsor für das Gästespringen gefun­den. „Den Kisten-Fritz aus Lindenberg", entgegnete das Lästermaul trocken. Gemeint war ein Beerdigungsinstitut. Und auch Weiler habe dann großen Anteil am Erfolg: „Die verkaufet dann de Weißtannensarg", spottete Feurle.
 

vergrößern Auch im Engelskostüm ließen die Riders keine Peinlichkeit aus. Wer fehlte noch? Klar, das „Jammertal Heimenkirch, die reichste Gemeinde mit dem ärmsten Ortsbild". Rascher Blick auf Rudi Janisch: Der Bürgermeister lachte aus vollem Hals. So wie alle Besucher in der ausverkauften Festhalle, die die Kalauer gleichermaßen beklatschten wie die hoch­musikalischen Einlagen von d"geschupfte Nudla" oder dem „Kompost-Lied über das Rothachtal". vergrößern

Bürgermeister Georg Schmid setzte am En­de noch einen drauf. „Wir verleihen der Hausband und dem Wasemooser den Scheffauer Kleinkunstpreis 2005", so der Rathauschef.

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